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Neuer Diagnose-Ansatz: Wie die Netzhaut Long COVID sichtbar macht

Eine aktuelle Forschungsarbeit der Technischen Universität München (TUM) zeigt, dass vaskuläre Veränderungen in der Netzhaut als direktes Fenster zum zentralen Nervensystem dienen können.

Viele Betroffene kämpfen mit unsichtbaren Symptomen, die sich in Standarduntersuchungen wie einem normalen MRT oft nicht nachweisen lassen. Eine wegweisende Forschungsarbeit der Technischen Universität München (TUM) liefert nun einen entscheidenden Schritt in Richtung objektiver Diagnostik.


Da die Retina anatomisch eng mit dem Gehirn verknüpft ist, spiegeln sich Durchblutungsstörungen der retinalen Gefäße direkt im mikrovaskulären System wider. Mithilfe nicht-invasiver Scan-Verfahren (OCT-Angiographie) lässt sich eine verringerte Kapillardichte bei Post-COVID-Betroffenen objektiv nachweisen – ein entscheidender Schritt hin zu fundierten Biomarkern und gezielten Therapieansätzen.


Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Die Retina als Fenster zum Gehirn: Die Netzhaut ist embryologisch und anatomisch eng mit dem zentralen Nervensystem verbunden. Durchblutungsveränderungen im Auge spiegeln die Mikrozirkulation im Gehirn wider.

  • Messbare Gefäßveränderungen: Mittels nicht-invasiver OCT-Angiographie konnte eine signifikant verringerte Kapillardichte und Durchblutung der Netzhaut bei Post-COVID-Betroffenen nachgewiesen werden.

  • Objektiver Biomarker: Das Ausmaß der mikrovaskulären Einschränkungen korreliert messbar mit der Schwere der Symptome und liefert einen klaren, biologischen Nachweis für endotheliale Dysfunktionen.

Ein wichtiger Meilenstein für die Sichtbarkeit chronischer postviraler Erkrankungen und die gezielte Entwicklung wirksamer Therapien.


Quelle: Technische Universität München (TUM) / Kuchler et al., Angiogenesis

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