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Symptome bei ME/CFS

ME/CFS kann den gesamten Körper betreffen und weit mehr sein als „nur Müdigkeit". Die Erkrankung beeinflusst die körperliche

Belastbarkeit, das Denken, die Wahrnehmung, den Schlaf, das Nervensystem und viele weitere Bereiche des Lebens.

Die Symptome können von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt sein und schwanken häufig von Tag zu Tag.

Post Exertional Malaise (PEM)

Das wichtigste Merkmal von ME/CFS ist die sogenannte Post Exertional Malaise, kurz PEM. Dabei verschlechtern sich die Symptome nach körperlicher,

geistiger oder emotionaler Anstrengung deutlich. Die Verschlechterung tritt oft erst Stunden oder sogar Tage später auf und kann Tage, Wochen oder länger anhalten.

Extreme Erschöpfung

Betroffene leiden unter einer tiefen körperlichen und geistigen Erschöpfung, die sich durch Schlaf oder Ruhe nicht bessert.

Selbst alltägliche Aufgaben wie Duschen, Einkaufen oder ein Gespräch können zu viel Energie kosten.

Brain Fog

Viele Betroffene berichten über Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und Denkprobleme. Gedanken fühlen sich verlangsamt an,

Worte fallen nicht ein und selbst einfache Aufgaben können schwer werden.

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Schlafstörungen

Obwohl viele Menschen mit ME/CFS viel schlafen, fühlen sie sich oft nicht erholt. Häufig treten Einschlafprobleme, Durchschlafstörungen

oder ein nicht erholsamer Schlaf auf.

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Schmerzen

ME/CFS kann mit verschiedenen Schmerzen einhergehen, darunter Muskel und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Nacken und Rückenschmerzen oder ein allgemeines Schmerzgefühl im ganzen Körper.

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Kreislaufprobleme

Viele Betroffene haben Schwierigkeiten beim Stehen oder Sitzen über längere Zeit. Schwindel, Herzrasen, Benommenheit, Blutdruckschwankungen oder das Gefühl einer drohenden Ohnmacht sind häufig.

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Reizüberflutung

Licht, Geräusche, Gerüche oder viele Menschen können schnell zu viel werden. Das Nervensystem reagiert oft empfindlicher als bei gesunden Menschen

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Neurologische Symptome

Zu den neurologischen Beschwerden können Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen, Kribbeln, Taubheitsgefühle,

Muskelzuckungen oder ein Gefühl von Strom im Körper gehören.

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Herz und Atembeschwerden

Herzrasen, Herzstolpern, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen oder das Gefühl, nicht tief genug atmen zu können, werden von vielen Betroffenen beschrieben.

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Verdauungsprobleme

ME/CFS kann auch Magen und Darm beeinflussen. Häufig genannt werden Übelkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

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Immunsystem

Viele Betroffene leiden unter grippeähnlichen Beschwerden, geschwollenen Lymphknoten, Halsschmerzen oder einem allgemeinen Krankheitsgefühl, obwohl keine akute Infektion vorliegt.

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Temperaturregulation

Kälte oder Hitze werden oft schlechter vertragen. Manche Betroffene frieren ständig, andere leiden unter Hitzewallungen oder starkem Schwitzen.

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Weitere mögliche Symptome

Tinnitus, Ohrendruck, Druck hinter den Augen, verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit, Muskelkrämpfe,
Schwächegefühl, Zittern, Allergien,

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„Nicht alles, was krank macht, ist sichtbar. Aber unsichtbar bedeutet nicht eingebildet.“

Welche Erkrankungen haben ähnliche Symptome?

Die Diagnose ME/CFS wird nicht gestellt, weil keine andere Erkrankung gefunden wird. Sie wird anhand charakteristischer Symptome, insbesondere der Belastungsintoleranz mit Post Exertional Malaise (PEM), gestellt. Allerdings müssen andere Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen können, im Rahmen der Diagnostik ausgeschlossen werden.

Herz Kreislauf Erkrankungen

Kardiovaskuläre Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Kardiomyopathien und andere Erkrankungen des Herz Kreislauf Systems.

Lungen und Atemwegserkrankungen

Asthma bronchiale, COPD, interstitielle Lungenerkrankungen und weitere pulmonologische Erkrankungen.

Blut und Stoffwechselerkrankungen

Anämie, metabolisches Syndrom, Eisenmangel, Vitamin B12 Mangel, Vitamin D Mangel, Folsäuremangel sowie weitere Stoffwechselstörungen.

Neurologische Erkrankungen

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie und andere Erkrankungen des Verdauungssystems.

Endokrinologische und hormonelle Erkrankungen

Multiple Sklerose, Myasthenia gravis, Parkinson, Restless Legs Syndrom, Schlafapnoe, Narkolepsie, Neuroborreliose, Small Fiber Neuropathy, Epilepsie, Hirntumoren sowie demenzielle Erkrankungen.

Magen Darm Erkrankungen

Hypothyreose, Hyperthyreose, Hashimoto Thyreoiditis, Diabetes mellitus, Morbus Addison, Morbus Cushing, Hypophysenstörungen, Nebenschilddrüsenerkrankungen, Testosteronmangel, Wachstumshormonmangel sowie hormonelle Veränderungen während der Menopause.

Infektionskrankheiten

Borreliose, HIV, Tuberkulose, Hepatitis, Epstein Barr Virus (EBV), Cytomegalievirus (CMV), Humanes Herpesvirus 6 (HHV 6), Parvovirus B19 und weitere chronische oder aktive Infektionen.

Infektionskrankheiten

Systemischer Lupus erythematodes, Sjögren Syndrom, rheumatoide Arthritis, Vaskulitiden, Sarkoidose, Antiphospholipid Syndrom sowie weitere Autoimmunerkrankungen.

Onkologische Erkrankungen

Leukämien, Lymphome, Lambert Eaton Syndrom und andere Tumorerkrankungen.

Seltene Erkrankungen

Mitochondriale Erkrankungen, seltene Stoffwechselerkrankungen und andere seltene Multisystemerkrankungen.

Mastzell und Immunerkrankungen

Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) und weitere immunologische Erkrankungen.

Medikamentenbedingte Ursachen

Antihypertensiva, Sedativa, Antidiabetika sowie andere Medikamente, die Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen oder Belastungsintoleranz verursachen können.

Menschen mit ME/CFS können gleichzeitig weitere Erkrankungen haben. Das Vorliegen einer zusätzlichen Diagnose schließt ME/CFS daher nicht automatisch aus. Entscheidend ist, ob die typischen Merkmale von ME/CFS, insbesondere PEM, vorhanden sind.

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