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Leben mit ME/CFS

Grundlagen

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Hier sind 7 wissenschaftlich fundierte Gründe,
warum Ernährung ein zentraler Bestandteil deines
Behandlungsplans sein sollte.

1. Warum die Darmgesundheit eine wichtige Rolle spielt

Forschungsergebnisse zeigen, dass bei vielen Menschen mit ME/CFS und Long Covid Veränderungen der Darmflora auftreten können. Dabei nimmt die Vielfalt nützlicher Darmbakterien ab, während das natürliche Gleichgewicht des Mikrobioms gestört wird. Dieses Ungleichgewicht wird als Darmdysbiose bezeichnet und steht im Verdacht, Symptome wie Verdauungsbeschwerden, Fatigue, Brain Fog und Schlafprobleme zu verstärken.

Besonders im Fokus steht dabei die kurzkettige Fettsäure Butyrat. Sie wird von bestimmten Darmbakterien produziert und trägt dazu bei, Entzündungsprozesse zu regulieren sowie die Darmbarriere zu unterstützen. Studien deuten darauf hin, dass Menschen mit ME/CFS und Long Covid häufig niedrigere Butyratwerte aufweisen als gesunde Personen.

Eine ausgewogene Ernährung kann die Darmgesundheit positiv beeinflussen. Besonders ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Haferflocken, Gemüse und andere pflanzliche Nahrungsmittel liefern wichtige Nährstoffe für die Darmbakterien und können die Bildung von Butyrat unterstützen.

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💜 Kurz gesagt: Eine gesunde Darmflora kann zwar ME/CFS nicht heilen, sie könnte jedoch eine wichtige Rolle für Entzündungsprozesse, Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden spielen.

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2. Eine unausgewogene Ernährung kann Beschwerden verstärken

Eine ausgewogene Ernährung mit möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln kann dazu beitragen, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und zusätzliche Belastungen zu reduzieren. Ziel ist nicht Perfektion, sondern eine Ernährungsweise, die individuell gut vertragen wird und das allgemeine Wohlbefinden unterstützt.

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Eine nährstoffarme Ernährung kann deine Symptome aktiv verschlechtern.
Verarbeitete Lebensmittel, raffinierter Zucker und nährstoffarme Mahlzeiten führen zu:

  • Verstärkte Müdigkeit

  • Zunehmendem Brain Fog

  • Erhöhte Schmerz- und Entzündungslast

  • Mehr Verdauungsproblemen

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3. Der Energiestoffwechsel kann beeinträchtigt sein

Bei ME/CFS und Long Covid gibt es Hinweise auf eine Mitochondrien Dysfunktion. Das bedeutet, dass die Zellen Energie möglicherweise nicht mehr effizient genug produzieren können. Dadurch können Erschöpfung, Schwäche und eine deutlich verringerte Belastbarkeit entstehen.

Der Stoffwechsel ist der Prozess, bei dem der Körper Nahrung in Energie umwandelt. Eine passende Balance aus Kohlenhydraten, Eiweiß und gesunden Fetten kann die Versorgung der Zellen unterstützen und helfen, den Energiehaushalt möglichst stabil zu halten.

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4. Verdauungsbeschwerden sind häufig

Über 85 % der postviralen Patienten leiden unter Verdauungsproblemen, darunter Reizdarmsyndrom (IBS) oder nicht-zöliakische Glutenunverträglichkeit. 

Eine dauerhaft ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung kann dabei helfen, Beschwerden zu reduzieren und die Darmgesundheit zu unterstützen.

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5. Entzündungsprozesse können durch Ernährung beeinflusst werden

Ernährung kann diese Prozesse zwar nicht vollständig verhindern, aber sie beeinflussen.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, gesunden Fetten und möglichst wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln kann den Körper dabei unterstützen, Entzündungsprozesse zu regulieren und wichtige Schutzstoffe bereitzustellen.

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6. Hydration und Elektrolyte beeinflussen Energie und Kreislauf

Viele Menschen mit ME/CFS leiden zusätzlich unter Kreislaufproblemen, POTS oder Orthostatischer Intoleranz. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine gute Versorgung mit Elektrolyten können dabei helfen, den Kreislauf zu unterstützen und Beschwerden wie Schwindel, Herzrasen oder Benommenheit zu reduzieren.

Besonders Natrium, Kalium und andere Elektrolyte spielen eine wichtige Rolle für den Flüssigkeitshaushalt und die Funktion von Nerven und Muskeln.

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7. Ausreichend Eiweiß kann dem Muskelabbau entgegenwirken

Viele Menschen mit ME/CFS sind aufgrund ihrer eingeschränkten Belastbarkeit deutlich weniger körperlich aktiv als früher. Dadurch kann es im Verlauf zu Muskelabbau und Kraftverlust kommen, was den Alltag zusätzlich erschweren kann.

Eiweiß spielt eine wichtige Rolle für den Erhalt und die Reparatur von Muskelgewebe. Besonders leucinreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Linsen, Bohnen, Sojaprodukte oder andere eiweißreiche Nahrungsmittel liefern wichtige Bausteine für die Muskulatur.

Ergänzend kann individuell angepasstes und gut verträgliches Bewegungstraining helfen, Muskelmasse und Kraft möglichst lange zu erhalten. Dabei ist es wichtig, die persönlichen Belastungsgrenzen zu respektieren und Überlastungen zu vermeiden.

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Viele Menschen mit ME/CFS, Long Covid oder Fibromyalgie gehen davon aus, dass Ernährung nur einen geringen Einfluss auf ihre Beschwerden hat. Tatsächlich kann eine angepasste Ernährung die Erkrankung zwar nicht heilen, sie kann jedoch dazu beitragen, den Körper bestmöglich zu unterstützen und einzelne Symptome positiv zu beeinflussen. Für viele Betroffene spielt sie daher eine wichtige Rolle bei der Symptomkontrolle und dem allgemeinen Wohlbefinden.

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Titelbild der Seite „Ernährung und Flüssigkeitszufuhr bei ME/CFS“ mit einer Alice-im-Wunderland-Illustration zu Darmgesundheit, Ernährung und Wohlbefinden.
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